Stiftung Warentest: Das “grosse TV-Duell” von Media-Markt und idealo keine Schnäppchengarantie!
meint die Stfitung Warentest.
In einem Schnelltest hat die Stiftung Warentest die aktuelle Werbeaktion "Das grosse-TV-Duell", die Media-Markt vom 20. - 30.06. in Koperation mit dem Preisvergleichsdienst idealo.de fährt, getestet und einige Haken gefunden.
Media-Markt-Kunden sollen Fernsehgeräte zum, durch idealo ermittelten, aktuell günstigsten Preis kaufen können. Dafür wird in den Media-Märkten der idealo-Preis immer neben den Ladenpreisen ausgezeichnet und auf den idealo-Preisvergleichsseiten steht das Media-Markt-Angebot immer an erster Stelle. Der Kunde kann sich dieses Angebot ausdrucken, den Ausdruck im nächsten Media-Markt vorlegen und bekommt das Gerät dann zu diesem Preis.
Wie die Stftung Warentest jetzt feststellte war dies aber nicht immer der wirklich günstigste Preis, weil idealo nicht immer den wirklich niedrigsten Preis fand. Bei einem Beispiel fanden die Tester einen Onlineshop, der ein Fernsehgerät ganze 420 Euro (2475 Euro statt des günstigsten idealo-Preises von 2895 Euro) billiger anbot. Manchmal lag gar der Media-Markt-Preis niedriger als der idealo-Preis. Grund sei, dass idealo nur Onlinehändler berücksichtige, die sich bei dem Preisvergleichsdienst angemeldet haben.
Die Stiftung Warentest rät deshalb die Preise nicht nur bei Media-Markt und idealo zu vergleichen, denn dieses "grosse TV-Duell" sei keine Garantie für Schnäppchenpreise.
Meine Meinung: Sollte idealo eine solche Aktion, bei der ein großer Händler garantiert an erster Stelle platziert und damit absichtlich bevorzugt wird, öfter machen, werden wohl noch weniger Onlineshops ihre Angebote über diesen Preisvergleichsdienst bewerben. Wer kann auf Dauer schon gegen die Media-Markt-Macht anbieten? Die wirklich besten Angebote findet man dann anderso. Verlierer in diesem "großen Duell" wäre dann idealo!
Update: Der Berliner Blogger Tobias Anton hat das Media-Markt-Angebot wörtlich genommen, sich ein ganz besonderes Schnäppchen im Internet herausgepickt, ausgedruckt und ist mit dem Angebot zur Media-Markt-Filiale am Berliner Alexanderplatz gegangen. Lesen Sie hier, was er dort erlebt hat: http://anton.dnsalias.org/blog/Blog/Eintrage/2011/6/20_Wie_Media_Markt_seine_Kunden_hinters_Licht_fuhrt.html
Allerdings muss man fairerweise anmerken, dass das Angebot, welches der Blogger gefunden hatte, das Testangebot eines Online-Händlers war, um auf die seiner Meinung nach "sinnlosen" Werbepraktiken der Media-Märkte aufmerksam zu machen. Man wollte testen, wie der Media-Markt darauf reagiert. Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie auf dem Golem-Blog: http://www.golem.de/1106/84502.html
Ein Tipp: Lesen Sie im Bericht von Golem auch einmal die letzten Zeilen auf der zweiten Seite. Dort wird über Methoden berichtet, wie die großen Konzerne wie Media Markt, Saturn, Promarkt und Karstadt versuchen, bei ihren Sonderangeboten einen Preisvergleich im Internet zu verhindern.



